Archiv der Kategorie: Blog

Mittendrin, statt dabei

Montag, 21. September 2020

Klatschen – und aufs nächste Jahr freuen

Noch immer ist Laufpause angesagt – der Sehnenanriss ist weiterhin am Abheilen. Somit konnte ich am Samstag nicht am Schnebelhorn-Panoramatrail starten. Marschieren ist aber erlaubt und somit gesellete ich als Zuschauer dazu. Zügiges Marschieren kann auch als Training abgehackt werden – 1h45 dauerte meine Wanderung ab Bahnhof Steg. Auf dem Wanderwegweiser stand 2h25…

Verletzungsbedingte Laufpause

Montag, 31. August 2020

Das Jahr hat eigentlich so gut angefangen. Mit dem Eiger Ultra im Juli war ein klares Ziel gesetzt und viele Trainingseinheiten gingen auf das Konto von Kraft und Höhenmeter. Bis im Mai konnte ich eine kontinuierliche Steigerung vorweisen und das erste Etappenziel – 1’000 Km und 20’000 Hm waren geschafft.

Die vielen Absagen brachten einen heftigen Dämpfer in die Motivation. Da wurde erst der Seenländer Ultra abgesagt, dann die Bieler Lauftage – und dann nach vielen Hoffen und Bangen auch noch der Eiger Ultra. Stand heut fällt auch der Frauenfelder sowie der Neujahrsmarathon aus. Auf der einen Seite schlägt einem das schon etwas auf den Magen – auf der anderen Seite sehe ich das auch positiv: ich habe nun ein Jahr mehr Zeit, um mich auf den Eiger Ultra vorzubereiten.

Ich habe dann die Zeit auch im positiven Sinne genutzt und war guter Dinge, das Training aufrecht zu erhalten. Ich zog den Hebel etwas an und begann, etwas intensiver zu trainieren. Woraufhin mir mein Körper Mitte Juli einen Bremshebel hinwarf und ich erst mal eine Bänderdehnung auskurieren musste. Nicht weiter tragisch, die Grenzen müssen manchmal etwas ausgelotet werden. Leider konnte ich deswegen aber nicht am Stockhorn Halbmarathon teilnehmen, was besonders ärgerlich war, weil das der erste Wettkampf seit längerem gewesen wäre…

Kaum konnte ich das Training wieder aufnehmen, juckt’s (bzw. schmerzt’s) an einer anderen Stelle. Diesmal hatte es aber absolut nichts mit dem Lauftraining zu tun. Und so sitze ich nun hier, schreibe diesen Text und werden morgen bei Ultraschall untersuchen lassen, ob das jetzt ein Leistenbruch ist oder nicht.

Nochmals etwas Laufpause heisst da. Leider sehe ich damit sehr düster auf die nächsten Wochen, denn am 19.9. wäre ich am Schnebelhorn-Panormatrail angemeldet. Tja, lässt sich halt nicht ändern…

Von Biel, wo Geld im Sand versinkt

3. April 2020

Aufgrund der aktuellen Situation mit Covid-19 wurden reihum Laufsport-Veranstaltungen abgesagt. Der Umgang mit Startgelder verhält sich überall etwas anders – die meisten Vereine versuchen, die bereits eingezahlten Beiträge aufs kommende Jahr zu übertragen. Meiner Meinung nach die sinnvollste Lösung, welche am wenigsten administrativen Aufwand verursacht.

Schon früh entschied sich auf das OK des „100 Km von Biel“ für eine Absage. Die etwas später verfasste Mitteilung, wie der Verein mit den Startgelder umzugehen gedenkt, erstaunt allerdings schon etwas. Klar – niemand erwartet eine schnelle Lösung und die Gesundheit steht erst einmal im Vordergrund. Doch die Antwort ist doch etwas sehr buchhalterisch: „Sobald wir wissen, wie wir das Geschäftsjahr 2019/2020 abschliessen, können wir definieren wie viel Geld vorhanden ist, um Startgelder zurückzuzahlen oder zu übertragen – vorher leider nicht. „. Diese Formulierung dürfte dann doch dem einen oder anderen sauer aufstossen.

Ich persönlich kann die Begründung durchaus nachvollziehen. Es gäbe aber garantiert deutlich bessere Formulierungen. Denn wir sprechen hier nicht von 20 oder 30 Franken Startgeld – viele Läufer dürften, inklusive Becher, Medaillen usw. deutlich über 100 Franken bezahlt habe. Und so wie es jetzt kommuniziert wurde, werden die meisten Teilnehmer in etwas das folgende verstanden haben: „Wir haben keinen blassen Schimmer, ob ihr vom eingezahlten Startgeld jemals auch nur einen Rappen wieder sehen werdet.

Damit schiesst sich der Verein wohl selber etwas ins Bein – denn die kommenden Jahre werden sich die Teilnehmer wohl eher hüten, ihre Startgelder wieder so früh einzuzahlen. Somit wird sich auch die finanzielle Masse, die dem Verein zur Verfügung steht, anders auf das Geschäftsjahr verteilen.

Bis zum ursprüngliche geplanten Durchführungsdatum vergehen nun noch etwas zwei Monate. Bis dahin hat sich die weltweite Lage hoffentlich wieder etwas erholt. Und sofern es zu diesem Zeitpunkt immer noch erlaubt ist, sich draussen sportlich zu betätigen, hole ich zusammen mit Conny die „100 km von Biel“ halt privat nach – nicht auf der Original-Route, sondern wortwörtlich genommen. Denn von Biel nach Auenstein sind es lustigerweise exakt 100 Km:

http://www.runmap.net/de/route/3618669-100-km-von-biel/

Route 3.618.669 – powered by www.runmap.net


CRUX – erster Ultra im 2020

2. März 2020

Wenn man in Rikon im Tösstal wohnt, ist der Start des CRUX gerade mal eine Zugstation entfernt. Aber da dieser Ultralauf normalerweise am 1. Samstag im März stattfand, konnte ich nie teilnehmen (monatliches Karaoke-Engagement). Eine richtige Crux mit diesem „Crux“…

Doch dieses Jahr kam mir das Schaltjahr zu Hilfe – und so meldete ich mich voller Elan für die Hauptstrecke an. Imposante 120 Teilnehmer standen am Start – diese Veranstaltung ist also inzwischen längst kein kleiner Lauftreff mehr. Zum Glück waren wir damit immer noch deutlich unter 1’000, und so konnte der Startschuss trotz Corona-Virus fallen (nicht so wie in Bremgarten AG, wo gleichzeitig der Reusslauf hätte stattfinden sollen).

Dieses Abenteuer bestritt ich zusammen mit Conny, welche froh um Begleitung war (mangelnde Orientierungsfähigkeit). Während auf meiner Seite alles astrein lief (Material und Handgriffe erprobt), übt sich Conny in Dingen wie „ich hab viel zu viel eingepackt“ (reduziertes Tempo aufwärts) und „och, das probier ich heute jetzt zum ersten Mal aus“. Daraus tangierte dann leider auch ein massiver Zeitverlust, so dass wir uns dann kurz nach Atzmännig (Km 48) im Schein der Stirnlampe für einen Abbruch entschieden, da der weitere Weg durch den Wald (trotz Fussstapfen im Schnee) nicht mehr klar erkennbar war.

Da es sich beim CRUX jedoch nicht um einen Wettkampf im eigentlich Sinn handelt, war es für mich heute eher eine Art Formprobe in Hinsicht auf den Eiger Ultra Trail. Und diesbezüglich bin ich nach dem heutigen Tag mehr als zufrieden. Ich hatte nichts zu beklagen und keine der vielen Anstiege brachten mich ans Limit.

Das war sicher nicht mein letzter CRUX 🙂